Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit…

Die für mich bislang größte Herausforderung: 88 Tage unterwegs, Temperaturbereich von 4° bis 40°C, 70 Liter Rucksack + kleiner Tagesrucksack mit max. Packgewicht von 16kg + 6kg, mit geplanten Aktivitäten wie Wandern und Trekking auf bis zu 3800m, Regenwaldtour, Tauchen, Strandtage und Städtetrips. Bei meinen online Recherchen, fand ich heraus, dass die meisten Vielreisenden bei langen Reisen empfehlen so zu packen, als wäre man eine Woche weg. Hiermit lässt sich für Kleidung bereits einiges einschränken, jedoch auf die Standards eines jeden Gepäcks wie Reiseapotheke und Kulturbeutel hat diese Regel kaum Einfluss.

Zunächst kümmerte ich mich um meine Reiseapotheke. Ich belas mich ausgiebig u.a. auf der Seite des Tropeninstituts. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Liste der empfohlenen Medikamente eindeutig länger war, als das was ich bereit war auf meiner Reise zu tragen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mir eine auf mich zugeschnittene Auswahl an Medikamenten zusammengestellt habe. Hierbei hab ich nach Wahrscheinlichkeit des Bedarfs und nach Zugänglichkeit vor Ort entschieden, so dass ich bspw. Keine Mullbinden, Wundauflagen, etc. eingepackt und stattdessen nur Pflaster und Wunddesinfektion eingepackt habe, sozusagen eine gewicht- und volumensparende Maßnahme.

Für meinen Kulturbeutel habe ich mich darauf fokussiert, was wirklich für diese Reise notwendig ist. So wurde aus diversen Cremes eine und die sonst so großen Verpackungen von Duschgel etc. wurden durch kleine Reisegrößen ersetzt. Der Vorteil hierbei ist, dass sobald eine kleine Packung leer ist, diese auch direkt entsorgt und die nächste verwendet werden kann. Bei großen Packungen schleppt man diese die ganze Reise über mit auch wenn sie nur noch halb voll sind. Das kostet im Verlauf der Reise Volumen im Rucksack und somit kostbaren Platz für eventuelle Reisesouvenirs.

Für das Zusammenstellen der Kleidung lag die Herausforderung vorallem in der extremen Bandbreite an Temperaturen, der gleichzeitigen Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten. Was mir bei der Entscheidung für wenig Gepäck und zu der Grenze 16kg führte, war witzigerweise der Kauf meines Rucksacks. Wer einmal in seinem Leben einen 16kg Rucksack für 15min durch ein Geschäft getragen hat, kann das evtl. nachvollziehen. Somit war Kompromissbereitschaft gefragt. Um die niedrigen Temperaturen abzudecken entschied ich mich, eine wärmende Jacke und einen Fleecepulli sowie eine Regenjacke, welche gleichzeitig als Windschutz dient, mit kleinem Packmaß zu kaufen. Getreu dem Zwiebelprinzip packte ich zunächst die Kleidung für warme Tage ein und ergänzte diese durch Skiunterwäsche sowie Funktionsshirts. Schuhe…ja ich gebe zu, das war ein schwieriges Thema. Für meine Wanderungen im Hochgebirge waren die Wanderstiefel, für meine Touren in gemäßigten Höhen mit wärmeren Temperaturen waren zusätzlich Schuhe mit stabiler Sohle gesetzt. Fehlten noch Flip Flops für die geplanten Bootstauchgänge.

Von dem Gedanken meine Tauchausrüstung mitzunehmen, habe ich mich relativ schnell verabschiedet. Das wäre trotz diverser Möglichkeiten zur Einlagerung ein Horror geworden.

Nach einigem Hin- und Her beim Packen, war das Zielgewicht der Rucksäcke erreicht. Ich kann empfehlen, sich für das Zusammenstellen der Kleidung für eine solche Reise viel Zeit und Geduld mit sich selbst einzuplanen. Ob ich nun alles dabei habe, was ich brauche werde ich in den nächsten Wochen herausfinden.

2 Kommentare

  1. Da ich immer Angst habe etwas zu vergessen, oder für alle Eventualitäten gerüstet sein möchte wäre das Packen wohl auch für mich das Schwierigste gewesen. Aber ich glaube letztlich wird es reichen was du gepackt hast oder du kaufst unterwegs etwas dazu! 🙂 Weiterhin gute Reise!

  2. Na holla…
    Da merkt man erstmal, welchen Aufwand man in die Logistik stecken muss, wenn man nicht alles mitnehmen kann 😀

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